Color Management for Pictures

Für Fotografen welche ihre Bilder am PC anschauen bzw. nachbearbeiten ist es auf kurz oder lang nötig den eignen Monitor zu kalibrieren. Die Farben müssen echt wirken. Doch allein mit der Kalibrierung eines Monitors auf das ein oder andere Bild ist die Sache nicht erledigt. Damit nun alle Bilder farbgetreu dargestellt werden können benötigt es noch etwas mehr. Schließlich erstellt jeder seine Bilder auf anderen Monitoren und man verwendet verschieden Kameras mit anderen Charakteristiken. Die Lösung liegt in der Verwendung von Embedded Profiles innerhalb der Bilder.

Wem die Begriffe sRGB oder Adobe RGB was sagen, bzw. diese schon einmal gehört hat, der hat von Profilarten gehört die hier zum Einsatz kommen können. Die genau Funktionsweise sei nun dahingestellt, viel interessanter ist das Ziel und Ergebniss von Profilen in Bildern und auf seinem Monitor. Denn durch diese beiden Profile können Anwendung, welche diese Profile auch berücksichtigen, die Bilder auf jedem Bilschirm annähernd so darstellen wie es der Erzeuger vorgesehen hatte. Kontrast, Farben, Belichtung uvm. werden durch die Software und das Matching der beiden Profile – im Bild und am PC das Monitorprofil – angepasst.

Software wie Lightroom, Apterture, Photoshop uvm. schaffen das ohne großen Aufwand. Doch wenn man Foto Communities wie Flickr in Betracht zieht, dann verwundert es einen jedoch, warum nur ein Browser Embedded Profiles innerhalb von Bildern ausliest und zur Anpassung der Bilder an den momentanen Bildschirm verwendet. Wie oft ist es nicht schon passiert das ein Bild im Browserfenster so viel dunkler oder heller wirkt als man das in seiner Bildbearbeitung gesehen hat und das viell. sogar trotz gleichen Bildschirms und PCs. Das könnte auch der Grund sein, warum Apple mit seinen Rechnern schon so früh im Grafikbereich Fuß fassen konnte. Hier wurde schon immer viel Wert auf die eingebetteten Farbprofile in Bezug auf die Monitorprofile gelegt.

Die Lösung schien bis vor kurzen für Mac OS X User die Nutzung von Safari zu sein, dieser macht sie die Embedded Profiles innerhalb Bilder zu nutze und passt sie den Hardwaregegebenheiten an. Windows User konnten sich bis vor einigen Monaten nicht so glücklich schätzen – doch mit Safari für Windows gibt es auch dort einen Browser ihr Betriebssystem welcher Farbprofile unterstützt.

Nun bin ich kein großer Safari Freund (aber auch kein Gegner) sondern einfach Firefox User und der kann bis zur Version 2 mit Farbprofilen nichts anfangen. Gemunkelt wurde jedoch schon seit einiger Zeit das die Version 3 dem Web und seinen Bildern wieder mehr Leben einhauchen wird. Die Bestätigung fand ich in einem Adobe Blog. Firefox 3 wird das Color Management von Bildern unterstützen und so werden nun auch Bilder auf Flickr beim ansehen mehr Freude machen und es eröffnet ein wenig mehr das Bild, dass auch der Ersteller zeigen wollte.

Einen Nachteil hat die ganze Geschichte für WebDesigner. Die Mischung von Bildern mit und ohne Farbprofilen kann zu bösen Überraschungen führen, da zum Beispiel eine rote Fläche mit Farbprofil zwangsläufig nicht das gleich Rot haben muss wie eine rote Fläche ohne Farbprofil. Hier kann man sich mit Software abhilfe schaffen und die Farbprofile aus den Bildern entfernen.

Für detailierteres Hingergrundwissen und Bildvergleiche von mit und ohne Farbprofilen folgt man einen der angeführten Links:

Bela Lugosi’s Dead, Jim – Firefox color annoyance

Safari, Firefox charge towards a more colourful Web

Firefox Colour Management

Web Browser Color Management Tutorial